Kultur
Kirche von Nafen (13. Jh.)
Hochgotik - geweiht dem hl. Bartholomäus - Flügelaltar; Statuen: Maria mit dem Kind, Bartholomäus und Florian.
Öffnungszeiten: Schlüssel beim Mesnerhof erhältlich.
Die St. Bartholomäus - Kirche in Nafen
Bau:
Die 1307 erwähnte Kirche (Romanischer Ursprung 1200) wurde 1489 (Jahrzahl hinter dem Altar) spätgotisch umgebaut und erhält weitgehend die heutige Form. Sie besteht aus einem Langhaus und aus einem leicht abgesetzten Chor mit einem seitlichen Spitzturm.
Dachgesims, Spitzbogenportal mit zwei Rundstäben und darüber Rundfenster; die Spitzbogenfenster später abgerundet, am Chor auch verbreitert.
Netzgewölbe mit schildförmigen Schlußsteinen, im Langhaus über zierlichen Konsolen mit Schildchen, Blättern, Trauben; im leicht abgesetzten Chor, der durch den doppeltgekehlten Triumphbogen abgeteilt ist, zwei Runddienste und die Wandgurte bis zum Boden herabgezogen. Auf einem Schlußstein Werkzeichen des Baumeisters.
Am Turm Spitzbogenschallfenster und niedriges viereckiges Pyramidendach.
Wandgemälde:
a) Außen: Neben dem Eingang rechts St. Christophorus in Lebensgröße abgebildet. Zu beiden Seiten breitet sich Felsenlandschaft aus. Rechts ist der Einsiedler mit einer Kerze in der Hand zu sehen. In der Mitte Meer mit Tieren und einem Meerweibchen. Gute Arbeit aus dem Ende des 15. Jahrhunderts
b) Am Chorgewölbe: Drei stark übermalte Brustbilder: St. Bartholomäus, Maria mit dem Kind und St. Wolfgang. Ende des 15. Jahrhunderts.
Hochaltar:
Es ist ein Flügelaltar mit später angefügtem Tabernakel und Aufsatz. Im Schrein Maria mit dem Jesuskind, Bartho-
lomäus und Florian (diese Gruppe war lange Zeit in Sicherheit gebracht!). Jetzt steht die Gruppe wieder an ihrem Platz.
An den Flügeln sind Reliefs vom Hl. Andreas und Hl. Sebastian; außen sind die Hl. Anna selbdritt, Hl. Barbara und Hl. Georg. An den Predellaflügeln ist außen Maria Heimsuchung abgebildet; an den Seitenteilen der Predella finden wir die Hl. Ottilia und die Hl. Apollonia. An der Rückseite des Altars ist der Kopf des "Ecce homo". Der Mund ist durch Ausschneiden von Spänen (gegen Zahnweh) entstellt. Die Kirche galt lange als Wallfahrtsziel für Zahnkranke. Der Altar ist eine gefällige Leistung aus dem 16.. Jahrhundert. Der Aufsatz kam erst später hinzu und zeigt die Krönung Marias, 2 Engel, St. Barbara und St. Florian.
Der barocke Seitenaltar:
Aus dem Jahr 1700 enthält ein Gemälde mit den 14 Nothelfern.
Über dem Eingang hängt ein Tafelbild aus Holz mit den 14 Nothelfern in Brustbildern, um 1500, übermalt.
Restaurierungen:
In den Jahren 1835, 1902 und 1961 wurde innen restauriert bzw. übermalt.1998 wurde die Kirche außen restauriert: Turm neu gedeckt, Fassaden des Turms und der Kirche renoviert. Durch Drainage wurden die Fundamente der Kirche saniert.
Im Jahre 2003 wurde die Kirche innen vollständig restauriert. Wiedereröffnung am Nafner Kirchtag, 24. August 2003
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